Aktuelle Informationen zur Hundeschule Thierolf

August 2017
Das Projekt mit Mira und Emilian wurde abgebrochen. Hier war es nicht möglich die notwendige Bindung zwischen dem Jungen und seinem Hund aufzubauen, da sich dies in den Übungen sehr schwierig zeigte. Die Bindung zwischen Hund und Mensch ist gerade für einen Diabetikerwarnhund sehr wichtig. Trotzdem hat Mira sich sehr gut entwickelt. Es ist durchaus möglich, dass sie in einigen Fällen eine Frühwarnung macht und auf ihre Art anzeigt. Für einen vollwertigen Diabetikerwarnhund ist das allerdings zu wenig und die mangelnde Bindung zu dem betreffenden Menschen wird dies nicht weiter bestärken. Was bei Mira leider nicht so gelaufen ist, ist bei Molly und Luna absolut super. Hier stimmt die Bindung und Molly hat das entsprechende “Naturtalent”, was sie auch immer wieder eindrucksvoll zeigt. Gerade vor einigen Tagen hat sie sehr hartnäckig Luna umkreist und ihr typisches knurren gezeigt. Luna ist mit der modernsten Technik ausgestattet, so dass die Mutter die Übermittlung der Werte auf dem Smartphone angezeigt bekommt. Hier allerdings hatte der Hund deutlich die Nase vorne, denn die Technik zeigte einen Wert von 70 an. Nachdem Molly keine Ruhe gab, wurde eine “Blutmessung” vorgenommen. Dabei wurde ein Wert von 29 !!! angezeigt. Ja, Hunde kann man nicht beschummeln, sind immer gut eingestellt und haben keine Toleranzen nach oben oder unten. Dennoch ist es gut, dass die Technik sich weiter entwickelt. Das eine wird das andere nicht ersetzen. Doch können sich beide super ergänzen. Die Ausbildung mit Suki ist nach wie vor am weitesten fortgeschritten. Hier können wir sehr viele Übungen im Umfeld mit viel Ablenkung einbauen, wo der Hund auch prima mitarbeitet. Viele Alltagsanzeigen hat der Hund bereits gemacht. Dennoch ist die Verknüpfung zu Trainingssituationen noch nicht aufgelöst. Im Training funktioniert das “Spiel” fast zu 100%. In der Realität braucht es noch “Steilabfälle” um Suki zu einer Anzeige zu bewegen. In wenigen Fällen hat sie aber auch schon auf den Eingangswert 80 bei flacheren Abfällen reagiert. Es wird noch einige Trainingseinheiten brauchen, um dem Hund die Klarheit zu verschaffen, die er für seinen Job benötigt. Mit Fly haben wir derzeit lange Pausen zwischen dem Training. Sie macht ihren Job gut. Wir sind aber erst auf halber Strecke und es fehlt noch einiges, um sich auf den Hund, besonders unter Ablenkung, verlassen zu können. Findus arbeitet hervorragend, solange wir im Training sind. Bei ihm ist immer noch der Übergang zwischen Training und Realität das Problem. Das er durchaus in der Lage ist auch unter Ablenkung sein Frauchen vor zu starker Unterzuckerung  zu warnen, hat er schon mehrmals deutlich gezeigt. Es ist wirklich viel konsequente Arbeit für die Betroffenen in einem familienintegrierten Konzept das Ziel der Ausbildung zum Diabetikerwarnhund zu erreichen. Das zeigt sich derzeit gerade in diesem Projekt. Beim jüngste Projekt mit Adina sind wir mitten in der Geruchsdifferenzierung und dem Aufbau eines klaren Anzeigeverhaltens. Der Hund macht seine Sache sehr gut. Hier zeigt sich mal wieder was eine gute Bindung zu seinem Menschen ausmacht. Adina hat bisher fast alle Steilabfälle in der Realität angezeigt. Auch hier gibt es trotzdem noch viel zu tun bis die Anzeigen auch im öffentlichen Umfeld klar und deutlich gemacht werden können. Das die Erziehung eines Diabetikerwarnhundes nicht eben mal so nebenbei läuft, ist in jedem Projekt schon lange klar geworden. Es ist nicht nur ein super Gefühl für die Betroffenen, sondern auch für mich als Trainer, wenn es dann endlich klappt. Auch wenn es für die Zukunft nur Einzelfälle sein werden. Jede Anzeige, in einer für den Menschen bedrohlichen Situation, zählt und ist eine positive Rückmeldung für die geleistete Arbeit.

Juli 2017
Dass es sich immer lohnt, auch ein Projekt zu unterstützen, welches nach einiger Zeit abgebrochen und beendet wird, zeigt folgende Geschichte:
Bijou ein Großpudel wurde 2011 im Alter von 12 Wochen an eine Familie mit einer vierjährigen Tochter gegeben. Ziel war es, den Hund für das Kind so auszubilden, dass er früh vor epileptischen Anfällen des Kindes warnt. Schon sehr bald zeigte sich, dass es für die Familie sehr schwierig war die entsprechend notwendigen Trainingseinheiten in den Alltag zu integrieren. Das Mädchen hatte zu dieser Zeit viele Anfälle über die Woche, wuchs aber immer mehr mit dem sehr lebhaften Hund zusammen. Auch zu mir, dem Trainer in diesem Projekt, hatte sie ein gutes Verhältnis. Sie freute sich immer mich zu sehen. Die Fortschritte im Training waren allerdings zaghaft und mussten mit viel gutem Zureden erarbeitet werden. Auch die Erwartungshaltung der Eltern war groß. Ich hatte damals den Eindruck, dass die vielen immer wieder zu wiederholenden Übungseinheiten für die Eltern nicht zu verstehen waren und man erwartete, dass alles doch viel schneller gehen müsste. Bijou sollte schließlich auch schon mit ca. einem Jahr ein guter Therapiebegleiter sowie Epilepsiewarnhund sein und alle Anfälle frühzeitig warnen können. Warum mit diesem Alter immer noch, neben speziellen Übungen, auch Basisübungen, wie Herbeiruf, Leinführung etc. machen?  Trotz meinen Erklärungen warum und wieso wir das weiterführen müssen, wurde das Projekt schließlich abgebrochen.
Während der Erziehungsarbeit mit dem Hund war schon ein Rückgang der Anfälle zu erkennen. Bijou zeigte auch schon in verschiedenen Situationen an und holte Hilfe. Aus meiner Sicht lief alles gut. Einzig und alleine die Zusammenarbeit mit der Familie war so schwierig geworden, dass es keinen Sinn mehr machte weiter zu arbeiten.
In der Folge der Zeit, wurden mir über in der Nähe der Familie wohnende Kontaktpersonen immer wieder aktuelle Informationen zugetragen, die mich zum aktuellen Stand unterrichteten. So bekam ich erzählt, dass das Mädchen nun keine Anfälle mehr hat, aber auch nicht mehr sprechen würde. Es vergingen nun einige Jahre, wo ich nichts mehr hörte. Im Juli 2017 bekam ich nun neue Informationen zu der Familie und dem Hund. Bijou war in letzter Zeit sehr krank und in tierärztlicher Behandlung. Das Kind, hatte nun viele Jahre keine Anfälle mehr. Es hatte eine sehr innige Bindung zu dem Hund aufgebaut. Nun aber, zum Zeitpunkt der Krankheit ihres Hundes, bekam sie wieder einen epileptischen Anfall.
Für uns Menschen stellt sich nun die Frage: War das Zufall? Oder war die Stabilität der „Besonderen Bindung“ so gestört, dass dem Mädchen hier was entscheidendes für die Gesundheit fehlte, was ihr über Jahre gut getan hatte?
Es gibt Dinge zwischen Himmel und Erde, zwischen Mensch und Hund, die für das menschliche Empfinden nicht nachzuvollziehen sind.  Da ich mich nun schon seit einigen Jahrzehnten mit Hunden und deren Menschen, insbesondere aber auch mit Hunden, die Menschen mit gesundheitlichen Problemen im  Alltag unterstützen, beschäftige, bin ich der Überzeugung, dass hier der gesundheitliche Zustand des Hundes zu dem Anfall geführt hat. Die gewohnte stabile Bindung ist durch die Krankheit des Hundes empfindlich gestört worden, so dass es zu diesem Zwischenfall kam.
Der Hund gibt diesem Mädchen viel mehr als erwachsene Menschen erahnen können. Bijou hat sich über die Jahre so stark mit dem Kind verbunden, dass er  aus gesundheitlicher Sicht eine große Stütze wurde.

Mich und den Verein wird diese Geschichte in jedem Fall weiter Bestärken auch zukünftig in schwierigen Projekten weiter zu arbeiten. In diesem speziellen Förderprojekt gab es nach dem Abschluss keinen Kontakt mehr von den erwachsenen Menschen der Familie an den Trainer oder den Verein. Das hat nun Bijou über die Nachricht an mich nachgeholt. Danke Bijou!!! Schön, dass es dir jetzt wieder gut geht.
Aktuelle Informationen zu den Ständen der Ausbildung bei den Diabetikerwarnhunden gibt es demnächst wieder hier unter “Aktuelles”

März 2017
Mit allen angehenden Diabetikerwarnhunden wurde fleißig geübt. Suki, Fly und Molly konnten durch einige Frühwarnungen mit der entsprechenden Anzeige auf Unter- bzw. Überzuckerzustände im Alltag hinweisen. Suki hat dabei nun auch nachts eine sehr kritischen Situation vorbildlich angezeigt.  Laut bellend hat sie die Eltern darauf aufmerksam gemacht. Auch in den frühen Morgenstunden wurde angezeigt. Fly hat ebenso über mehrere Anzeigen Simon vor schlimmerem bewahrt. Mit Molly stehen wir erst am Anfang unserer speziellen Übungen. Dennoch zeigt sie ein sehr großes Talent mit einer sehr speziellen Anzeige, die sie hauptsächlich bei Überzucker bringt. Sie wirkt dabei mir ihrem Knurren fast bedrohlich und schmiegt sich an Luna-Marie ganz eng an. Dieses Verhalten zeigt sie auch bei extremem Abfall des Zuckerspiegels, wobei sie zu Beginn noch schnuppernd an dem Kind interessiert ist. Unsere Aufgabe ist es nun ein Anzeigeverhalten zu formen, das für alle klar und deutlich ist, besonders aber nachts zu einer Frühwarnung beiträgt. Wie so ein Anzeigeverhalten aussehen kann zeigte Suki in Ihrer Familie am 08.03.2017 bei einer TV-Aufnahme von SAT.1, 17.30 live. Gesendet wurde der Dreh am 10.03.2017. Hier der Link dazu:

www.1730live.de/eine-spuernase-fuer-diabetis/

Weiter wird auch mit Mira, Findus und Adina tüchtig geübt. Hier wird es gerade bei Findus spannend, in welche Richtung es nun mit dem Anzeigeverhalten  geht. Findus konnte in der Vergangenheit beweisen, dass er durchaus in der Lage ist sein Frauchen auf bestimmte Zustände aufmerksam zu machen.  Die beiden MS-Begleithunde Jody und Peppels machen ihrem Frauchen große Freude. Sandra wird immer sicherer im Umgang mit ihren Hunden. Dies zahlt sich besonders dann aus, wenn sie alleine mit den Hunden auf ihren Spaziergängen unterwegs ist. Die Frühwarnung vor einem Schub ist für Sandra Alltag geworden und konnte erheblich zur Verbesserung ihres Allgemeinzustandes und den Schubverläufen beitragen.

Februar 2017
Ab Februar 2017 haben wir unsere Erziehungsstrategie für Welpen und Junghunde verbessert. Die Welpenspielschule wird nun zur WELPENSCHULE, wo sofort eine intensive Schulung von Mensch und Hund durchgeführt wird. Natürlich werden auch kleine kontrollierte Spieleinheiten unter Welpen stattfinden, sofern das möglich ist.  Sicherlich werden Sie fragen, warum dürfen denn die Welpen in der Hundeschule Thierolf nicht mehr so ausgiebig spielen wie früher? 
Zur Erklärung dazu folgendes:
Seit 26 Jahren bietet die Hundeschule Thierolf ihre Dienste in der Mensch-Hundeerziehung an. Ab 1991 haben regelmäßig wöchentlich Spielstunden für Welpen- und Junghunde stattgefunden. Teils waren die Spielgruppen so überfüllt, dass eine Kontrolle, selbst durch den erfahrensten Hundetrainer nicht mehr möglich war.Auch in kleineren Gruppen ist das sehr schwierig geworden.  An jeder Ecke gibt es heute Hundeschulen, die ein Welpenspiel anbieten. Aber wird man mit dem Besuch eines Welpenspiels auch dem gerecht, was wir später von unseren Hunden erwarten und ganz besonders, was unsere Hunde von uns erwarten? Was lernen die Welpen im Spiel von anderen Welpen? Wer am wildesten mit dem anderen rauft hat gewonnen? Mit meinem Mensch kann ich, wenn ich ihn brauche, nicht rechnen?  Mögliche negative Auswirkung für Mensch und Hund durch den Besuch von Welpenspielstunden:  Distanzlosigkeit, Bindungsverlust zu seinem menschlichen Partner, schon sehr früh Souveränitätsverlust des Menschen gegenüber seinem Hund, Förderung von unnatürlichem Verhalten und viele andere negative Einflüsse, die wir in einem Bindungsaufbau zwischen Mensch und Hund nicht brauchen können.
Damit hier ein besserer Ansatz gefunden werden kann, arbeiten wir nun nach der neuen Strategie. Das sollte auch in ihrem Sinne sein. Wer allerdings denkt, dass Welpen das wilde übereinander herfallen brauchen, um ein sicheres Sozialverhalten aufbauen zu können, der sollte sich bitte nach einer anderen Hundeschule umschauen. Wer ernsthaft daran interessiert ist, mit seinem Hund eine gute, verständnisvolle Partnerschaft aufzubauen, der ist bei uns  sehr willkommen.

Januar 2017
Ein frohes Neues Jahr allen, die hier auf dieser Seite vorbeischauen.
Ab 10. Januar geht es nun in meiner Hundeschule mit den speziellen Projekten für Servicehunde, der DAT-Ausbildung und in der Erziehung der Familienhunde weiter. Ich freue mich nach meiner Urlaubspause auf die Neuigkeiten, die es zu erzählen gibt. Ich hoffe, dass in den Projekten, wie im gemeinsamen Training besprochen wurde, fleißig Übungen in den Alltag integriert werden konnten. Gerade in den letzten Wochen des vergangenen Trainingsjahres hat sich gezeigt, dass ein gezieltes, häufiges Training mit den Hunden mehr Klarheit in der Frühwarnung und der damit verbundenen Anzeige geben. Noch im letzten Jahr ist ein weiteres Projekt mit Adina zur Ausbildung eines Diabetikerwarnhundes hinzu gekommen. Adina kommt nachts bei Unterzucker der Tochter unruhig ins elterliche Schlafzimmer und leckt die Mutter wach. Findus hat nach der Trainingsstunde mit Geruchsträgern plötzlich sein Frauchen sehr auffällig angestarrt und angebellt. Die darauf folgende Blutmessung ergab einen Wert knapp vor dem Bereich der Frühwarnung, aber steil abfallend. Molly zeigt auf ihre Art besonders Überzucker an. Fly gibt Simon über 50%-Anzeigeverhalten mehr Sicherheit.  Mira hat nachts bei Unterzucker von Emilian die Mutter aus dem Schlaf geweckt. Suki zeigt im Training ein perfektes Anzeigeverhalten mit herbeiholen der Medibox, doch nachts mag sie das noch nicht umsetzen. Verschiedene Taganzeigen wurden bereits gemacht, früher auch eine Nachtanzeige.  Hier haben wir eine typische Trainingsverknüpfung, die es gilt in die Realität umzulenken. Wenn das Training in allen Projekten richtig und regelmäßig durchgeführt wird, können die Hunde immer mehr ihre Verknüpfungen auf ihre spätere von uns gewollte Aufgabe ausrichten. Die Häufigkeit der Übungen und die detaillierten Beobachtungen des Hundes mit der entsprechenden Führung der Dokumentation ist ein oft schwieriges Thema in der Durchführung im Alltag. Verständlich auf der einen Seite. Auf der anderen Seite geht es allerdings nicht ohne Training mit dem Hund und der Weiterentwicklung des Menschen in der Erkennung der Anzeige des Hundes. Sicherlich zeigen alle Hunde in meinen Projekten auf ihre Art an, was aber häufig nicht von den Menschen erkannt wird. Hier werden wir in allen Projekten in diesem Jahr verstärkt arbeiten. Arbeiten muss auch jeder an der Umsetzung der Trainingsvorgaben im Alltag. Hier reicht es nicht, wenn nur wenige Trainingseinheiten pro Woche durchgeführt werden können. Ein weiterer Schwerpunkt wird auf die Reaktion des Hundes und die oft stark zeitversetzte Rückmeldung durch seinen Menschen gelegt. Hier haben wir derzeit mit verschiedenen Messgeräten zu tun, die nicht in Echtzeit und auch mit Messtoleranzen anzeigen. Das hat damit zu tun, dass Messungen über Blutzucker einen aktuellen Wert (mit entsprechender Messgeräte-Toleranz) anzeigen und die Messungen über Gewebezucker zeitverzögerte Werte bringen. Aus meiner Sicht können hier Missverständnisse auftreten, die es gilt zu erkennen und im Training abzuarbeiten. Ich freue mich auf die Herausforderungen des neuen Jahres und die Zusammenarbeit mit den Hunden und ihren Menschen in meiner Hundeschule.

November 2016
In Liebe und Dankbarkeit musste ich am 24.11.2016 Abschied von meiner Russischen Schwarzen Terrier-Hündin Nika nehmen. Viele Jahre hat sie mit ihrer Krankheit gut leben können. Doch in den letzten Wochen zeigte sie immer wieder wie schwer es ihr fällt mit dieser Krankheit umzugehen. Nika war nicht nur für mich eine aufmerksame, sehr anschmiegsame Begleiterin. Gemeinsam mit mir hat sie in ihren gesunden Tagen viele Besuchs- und Therapiebegleitungen für Menschen mit Behinderungen geleistet. In meiner Zuchtstätte “vom Höchster Tal” hat sie zehn prächtige, gesunde Welpen großgezogen. Ihre Tochter Ambra ist aus diesem Wurf bei uns geblieben und macht uns sehr viel Freude.
Ich bin sehr dankbar, dass Nika an meiner Seite war. Sie wird in meinem Herzen und im Herzen meiner Familie weiter leben.

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Nika, geboren am 28.02.2005, gestorben am 24.11.2016
 

August 2016
Im August 1991, habe ich meinen ersten Hundeerziehungskurs durchgeführt. Ja, die Hundeschule Thierolf gibt es nun seit 25 Jahren. Sehr viel habe ich in diesen 25 Jahren erlebt und überwiegend viel Freude und Spaß bei meiner Arbeit mit den Hunden und ihren Menschen gehabt. Allen, die bei mir waren und noch sind, an dieser Stelle recht herzlichen Dank für das Vertrauen in meine Arbeit. Einige davon sind derzeit bei mir in der 3. Hundegeneration, andere nehmen sehr weite Anreisewege in Kauf, um mit mir zusammenarbeiten zu dürfen.  Das freut mich natürlich ganz besonders. Wie in jedem Geschäftsfeld hat sich in diesen 25 Jahren am Markt viel verändert. So gibt es heute ein Riesenangebot an Hundeschulen im Odenwald. Einige dieser Hundeschulen waren bei mir im Unterricht und  der Meinung, dass das Angebot immer noch nicht ausreicht. Viele davon denken, dass sie besser sein können als andere. Der Markt durch ihre Arbeit weiter bereichert werden wird. Ich kann dieser Entwicklung nur sehr skeptisch, aber äußerst gelassen zuschauen und darf diesen Hundeschulen viel Glück wünschen und hoffen, dass sich jeder seiner besonderen Verantwortung Mensch und Tier gegenüber bewusst ist.  Ich für meinen Teil werde dieser besonderen Verantwortung weiter nachkommen. Neben der Ausbildung von Familienhunden, wird es mir weiterhin ein besonderes Bedürfnis sein auch in der Ausbildung von Servicehunden zu helfen. So habe ich in den zurückliegenden 25 Jahren Therapie- und Behindertenbegleithunde erfolgreich ausgebildet, ebenso Epilepsiewarnhunde, Begleithunde für Menschen mit Multiples Sklerose und viele Team-Ausbildungen mit meiner DAT-Strategie für Menschen , die ihre Hunde in ihrem Beruf einsetzen möchten, begleitet. Sehr erfolgreich bin ich derzeit in der Ausbildung von Diabetikerwarnhunden. Zu den  bereits 3 laufenden Projekten sind nun noch zwei weitere Projekte hinzu gekommen.
Findus, ein kleiner Labrador-Rüde, hat sich gerade in seiner neuen Familie eingelebt. Frech und mit viel Tatendrang gestartet, verblüffte er uns gerade mit seinem großen Interesse an seinem Frauchen in einem Hypo-Zustand. Wir sind auf die weitere Entwicklung sehr gespannt.
Molly ist das jüngste Projekt. Die Australian Shepherd-Hündin soll für ein kleines Mädchen ausgebildet werden. Derzeit sind wir in der Vorbereitung und hoffen, dass die Integration im ersten Schritt gut verläuft.
Zu Suki gibt es sehr viel zu berichten. Etwa, dass sie jetzt eine kleine Dame geworden ist. Sie hat gerade die erste Läufigkeit hinter sich gelassen und schon müssen wir dies der ganzen Welt zeigen. Es gibt derzeit wegen dieser Entwicklung in der Basiserziehung mehr zu tun. In Bezug auf ihre spezielle Aufgabe hat sich Suki sehr gut gemacht. Nachdem sie die Übungen mit den Geruchsunterscheidungen hervorragend meistert, hat sie nun ihre erste reelle Frühwarnung gezeigt. Sehr zur Freude der Familie. Fleißig weiter üben und dem Hund weiter Zeit zur Entwicklung geben, ist in diesem speziellen Fall angesagt.
Auch die kleine Mira hat eine reelle Warn-Aktion gebracht. Wegen eines Umzugs der Familie musste hier die Arbeit mit dem Hund unterbrochen werden. Bin gespannt auf unsere nächste Stunde und hoffe, dass nicht allzu viel nachgeholt werden muss.
Die Border-Collie-Hündin Fly hat in der Basiserziehung sehr große Fortschritte gemacht. Hat sie noch vor einiger Zeit jedes Auto heftig verbellt und im Frust mit wütenden Bissen in die Leine reagiert, können wir heute direkt an der Straße laufen und uns auch in der Stadt an die weitere Erziehung machen. Auch Fly wacht sehr intensiv über Simon und zeigt immer wieder Tendenzen Richtung Frühwarnung. Wir arbeiten derzeit mit Geruchsunterscheidungen, um dem Hund klar zu machen, wo er zukünftig besondere Reaktionen zeigen soll.

April 2016
Das Thema Diabetikerwarnhunde zieht in meiner Hundeschule immer weitere Kreise. Derzeit begleite ich in der Hundeschule drei Projekte mit Kindern. Die Hunde Suki, Mira und Fly sollen für Diabetiker 1 Kinder zu Warnhunden ausgebildet werden.
Sehr aktiv waren wir bisher mit der Ausbildung von Suki der Labrador-Hündin, die nun 23 Wochen alt ist. Die Familie und der Hund haben eine sehr enge Bindung aufgebaut. Alles läuft super gut in der Basiserziehung. Die beiden Kinder toben im Spiel mit Suki herum. Alle genießen das Zusammensein und sind sehr glücklich zueinander gefunden zu haben. Es ist eine Freude das zu sehen. Nun wird es aber in der Ausbildung spannend. Da Suki noch nicht gelernt hat die “besonderen Zustände” z.B. einer Unterzuckerung von den Normalzuständen zu unterscheiden (ist auch sehr schwierig bei dem vielen Lob und der großen Zuneigung, die dem Hund häufig entgegengebracht wird), haben wir begonnen mit Geruchsträgern im Unterzuckerungszustand zu arbeiten. Kleine Geruchsunterscheidungsspiele werden bereits aufgebaut. Der Hund und die Familie lernen sehr schnell, Nun gilt es die besonderen Situationen genau zu beobachten, um zu registrieren, ob Suki bemerkt, dass sich hier was tut. Natürlich werden auch reale Unterzuckerungszustände mit in das Training (wenn möglich) einbezogen. Alles braucht viel Zeit und Geduld. Wir sind alle fest davon überzeugt, dass der Hund die Feinfühligkeit dafür mitbringt und bauen das spezielle Training langsam Stück für Stück aus.
Mira ist eine kleine Beagle-Mix-Hündin. Sie ist nach einiger Zeit des Zusammenlebens nun richtig in der Familie angekommen. Dieser Hund wurde als halbwüchsiger Hund übernommen. Auch hier beginnen wir nun, nach einer gewissen Zeit der Beobachtung im vorangegangen Basistraining mit der speziellen Arbeit in Richtung Frühwarnung.
Fly ist das jüngste Projekt. Die einjährige Border Collie-Hündin kam als Welpe in die Familie. Der nun 14-jährige Sohn der Familie  soll über den Hund auf  drohenden Über- oder Unterzucker frühzeitig aufmerksam gemacht werden. Die Familie und ich sind gerade dabei die Situation etwas genauer zu sortieren, um ein Konzept für die weitere Ausbildung aufbauen zu können.
Auch bei der Ausbildung der beiden MS-Begleithunde gibt es Neuigkeiten:
Sandra Roth und ihre beiden MS-Begleithunde haben in den letzten Monaten das Training gut umsetzen können. Vieles ist im Alltag bereits integriert worden. So unterstützt Jody durch ihre Apportierarbeit und Peppels zeigt, dass auch stürmische Hunde Momente der Ruhe finden können. Auch sie kann bereits für kleine, spielerische Apportieraufgaben eingesetzt werden.
Was aber absolut bemerkenswert ist, ist die Frühwarnung vor einem MS-Schub. Diese Frühwarnung der Hunde findet ca. ein Tag vor dem Schub statt. Sandra kann sich auf ihre Hunde hier bereits so gut verlassen, dass sie wesentlich früher auf ihre Medikamente zurückgreifen kann und so Vorsorge für einen besseren und schnellen Schubverlauf sorgt.
Sehr eindeutig ist hier ein Beweis geliefert, dass auch bestimmte MS-Schübe früh vorgewarnt werden können. Leiden konnten wir bisher hierzu noch keine Forschungsergebnisse finden, die die Zusammenhänge, wie etwa bei einem Diabetikerwarnhund, aufzeigen.
Wir bleiben am Ball und arbeiten gerade an Trainingsmöglichkeiten für den Aufbau von Handlungsketten, in der wir eine bessere Verknüpfung mit der Schub-Situation trainieren können.
Wenn es ähnliche Erfahrungen von anderen MS-Betroffenen gibt, wir würden uns auf eine Rückmeldung von euch freuen.

Januar 2016:
Das Projekt Toni mit Earl wurde im Januar erfolgreich beendet. Aus Earl ist ein hervorragender Diabetikerwarnhund geworden. Er warnt nicht nur bei sinkendem Blutzucker, sondern auch bei Überzuckerung. Egal in welcher Situation, der West Highland White Terrier ist immer für Toni da. Warnt bei Tag und Nacht und gibt erst dann Ruhe, wenn alles wieder mit seinem Mensch in Ordnung ist. Ein absolutes Naturtalent mit einem unbestechlichen Willen seinem Menschen zu helfen. Toni und seine Frau Ursula sind sehr glücklich mit ihrem Hund und absolut begeistert. Das Förderprojekt wurde mit einer Abschlussbesprechung im Januar 2016 beendet und wird nun bei Bedarf weiter von der Hundeschule Thierolf betreut.

Parallel dazu wurde die Ausbildung mit Suki begonnen. Der kleine Labrador ist am 02. Januar über die Welpentests ausgewählt worden und ist nun bei seiner Familie eingezogen. Nun gehen wir gemeinsam die ersten Schritte in der Basiserziehung und in der Ausrichtung des Hundes auf den späteren Job des Diabetikerwarnhundes. Dafür wurde mit der Familie ein Strategiepapier abgestimmt das nun aus der Theorie in die Praxis überführt wird. Suki ist eine sehr selbstsichere Hündin, die einen enormen Erkundungsdrang hat. Sie zeigt aber bereits jetzt schon, dass sie zu der Familie gehören möchte und nimmt immer wieder Kontakt für die kleinen Übungen verbunden mit den gemeinsamen Spielen auf. Sehr ausgeglichen und zielstrebig arbeitet sie mit und schläft nach den Aktionen, auch nach der Welpenspielschule, zufrieden ein. Wir sind sehr gespannt auf die weitere Entwicklung.

Dezember 2015:
Aktuell wird für 2016 ein Projekt zur Ausbildung eines Diabetikerwarnhundes vorbereitet. Die Welpenauswahl dazu findet am 02.Januar 2016 statt. Parallel dazu ist eine weitere begleitende Ausbildung mit einem Diabetikerwarnhund in der Hundeschule aktiv.

Oktober 2015:
Werner Thierolf, Hundetrainer und Verhaltensberater sowie Vorsitzender des Vereins „Aktive Lebenshilfe mit Hunden e.V.“, berät in der Zeit von Samstag 15:00 Uhr bis 17:00 Uhr und Sonntag 11:00 Uhr bis 14:00 Uhr über Warnhunde für Diabetiker Typ 1 und Begleithunde für Menschen mit Multiple Sklerose (MS). Mit einer kleinen praktischen Einführung für die Allgemeinheit zusammen mit seiner Hundeassistentin „Bina“ (Samstag ab 16:00 Uhr + Sonntag ab 11:20 Uhr, jeweils im Clubraum) sowie individueller Einzelberatung am Messestand in der Heinrich-Klein-Halle, beantwortet er Fragen wie:
 

    • Was sind Diabetikerwarnhunde
    • Was sind MS-Begleithunde
    • Wo liegen die Aufgaben dieser Hunde
    • Wie verläuft die Ausbildung der Hunde
    • Für wen können die Hunde ausgebildet werden
    • Wen, wie und was unterstützt der Verein „Aktive Lebenshilfe mit Hunden e.V.“ bei der Ausbildung  

      Vorreservierungen zur Einzelberatung können per Telefon: 06163/3960 oder per Mail:
      w.thierolf@t-online.de vorgenommen werden.

September 2015:
Wir suchen für den aktuell geplanten  DAT-Kurs (Ausbildung für die hundegestützten Einsätze), Beginn voraussichtlich Ende Oktober 2015, noch interessierte Teilnehmer.

August 2015:
Wir haben im Jahr 2015 versucht Menschen für unseren neuen Service “Dog+HomeCare by Thierolf” aufzubauen. Dafür wurden verschiedene Schulungen und Beratungen durchgeführt. Unsere Vorstellung von der Integration dieses Services in den laufenden Betrieb, konnten in den meisten Fällen nicht erfüllt werden. Daher verzichten wir, wegen des sehr großen Verwaltungsaufwandes,  vorerst auf die Weiterverfolgung dieser Absicht.

Juli 2015:
Die Ausbildung des MS-Begleithunde Jody und Pepples macht große Fortschritte. Wir suchen hier noch eine Unterstützung für die täglichen Spaziergänge, damit Sandra die Übungen mit ihren Hunden auch täglich umsetzen kann.

Mai 2015:
Der Diabetikerwarhund “Earl” ist nun fast ausgebildet. Bisher hat er immer vorgewarnt. Super!! Aktuell wird noch an dem apportieren der Medibox gearbeitet.